Von einem der auszog, das E-Bike (Pedelec) für sich zu entdecken,  und meint, hier davon erzählen zu müssen.

Ein langes Rhön-Wochenende

Wenn schon Mountain-Bike, dann doch bitte nicht völlig ahnungslos. Das war der Hintergedanke für die Anmeldung zum viertägigen „One and a half man“-MTB-Camp bei Rhöntrail.de. Am Ende standen reichlich neue Erkenntnisse, viele kleine Tipps, ein spürbar verbessertes Gefühl auf dem Rad und herrliche Trailtouren.

Die beiden ersten Tage des Vater-Sohn-Camps standen ganz im Zeichen wichtiger Grundfertigkeiten, wie z. B. die richtige Position auf dem Rad, das Überfahren von Hindernissen und angepasstes Bremsen. Unter der angenehmen Anleitung des Rhöntrail.de-Gründers Andi Rohe konnte das Erlernte gleich auf dem nahen Flow-Trail Kreuzberg erprobt werden. Mit jeder Runde wurde die Fahrt „flowiger“, sicherer und damit flotter. Highlight der ersten Tage war dann eine komplette Abfahrt ins Tal. Der anschließende Anstieg zum Ausgangspunkt zurück war äußerst knackig (ohne E tut’s weh). Hier ließ sich abschnittsweise gleich das Tragen des Rads auf dem Rücken einüben.

Die beiden anderen Tage führten mit dem unglaublich ortskundigen („Vorsicht, da vorne gibt es ein paar rutschige Basaltblöcke auf dem Trail“) Tour-Guide Michael über schöne Trails rund um den Rhöner Kreuzberg. Dabei achtete er auf unsere Haltung und gab weitere Tipps für den MTB-Trail-Alltag. Hier konnte das zuvor Gelernte sofort umgesetzt werden. Der jüngere, also der „Half Men“ von uns, kam an diesen Tagen durchaus an seine Leistungsgrenzen, was vielleicht auch an dem selbst gewählten Rahmenprogramm lag (s. u.). Den Abschluss der Tage bildete jeweils eine Fahrt über den Flow-Trail.

Die Abende konnten individuell gestaltet werden, und so nahmen wir den Kletterpark am Neustädter Haus, das Schwimmbad SINNFLUT in Bad Brückenau und die Sommerrodelbahnen der Wasserkuppe in unser Programm auf. Alles in allem ein gelungener Vater-Sohn-Urlaub. Prädikat: Empfehlenswert.

Noch ein paar Worte zum Mix E-MTB – klassisches MTB in unserer Gruppe. Als einziger E-Biker habe ich versucht, mich dem Tempo der anderen anzupassen. Die meiste Zeit ging es deshalb in der ECO-Stufe aufwärts. Das führte zu einem moderaten Energieverbrauch. An jedem Abend waren noch rund 50% und mehr im Akku. Was ich allerdings vermisst habe, ist ein kleinerer Gang als die 32:36 Untersetzung. Denn beim Gruppen-Tempo von 4 – 5 km/h bergauf war hinsichtlich der Kadenz mit 40 rpm „Standgas“ angesagt. Der Rest der Akkukapazität wurde übrigens auf dem Rückweg zum Auto in der Stufe HIGH/TURBO verballert. Dann war die Auffahrt so schnell, dass der Junior am Fußende des Trails auf den Papa als Shuttle-Service warten konnte. Mit den danach verbliebenen 25 – 30% lohnte sich wenigstens das Laden über Nacht.