Von einem der auszog, das E-Bike (Pedelec) für sich zu entdecken,  und meint, hier davon erzählen zu müssen.

MTB-Runde im Reich der Wildkatze – über Zinse-Elberndorfer-Krenkelbachtal und Hochheide ins Schwarzbachtal

Karte

Die Rundtour mit etwa 40 km Länge und rund 650 Höhenmetern ist quasi eine Dreiländerrunde, führt sie doch durch Gebiete des Siegerlands, Wittgensteins sowie des Sauerlands. Dabei bietet der Rundkurs mit einem Aquädukt an einem ehemaligen Tunneleingang und einem früheren Bahnhof historische und durch die vielen Täler und eine Hochheide landschaftliche Höhepunkte. Die Tour startet am Bahnhof Birkelbach.

Höhenprofil

Wer nicht mit der Bahn anreist, kann z. B. gut am Parkplatz im Zinser Bachtal starten.

Anfahrt

Die Route startet und endet regulär am Bahnhof Birkelbach. Dort hält die Rothaarbahn (RB 93), die zwischen Siegen und Bad Berleburg fährt. Mit Umsteigen in Erndtebrück ist die Tour auch von Osten aus Richtung Marburg über die Obere Lahntalbahn (RB 94) erreichbar.

Bei Anreise mit dem Pkw empfiehlt sich der Parkplatz im Zinser Bachtal (51°00’12.7″N 8°13’05.7″E) als Ausgangspunkt. Dann kann man sich das Stück vom und zum Bahnhof sparen und schließt die Runde einfach hinter dem Forsthaus Röspe mit dem Eingang in das Zinser Bachtal.

Start

Bahnhof Birkelbach oder Wanderparkplatz im Zinser Bachtal

Ziel

Bahnhof Birkelbach oder Wanderparkplatz im Zinser Bachtal

GPX

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Wegbeschreibung

Weiher im Zinsebachtal

Der Rundkurs startet entweder am Bahnhof Birkelbach oder kurz vor Zinse am Wanderparkplatz. Bei Start am Wanderparkplatz kann gegen Ende der Tour hinter dem Forsthaus Röspe rechts wieder in das Zinser Bachtal abgebogen werden, und man erspart sich den Abstecher zum Bahnhof Birkelbach.

Es geht zunächst entlang der Zinse unter anderem an einem versteckt liegenden, alten Kaminstollen vorbei hinauf zum Paradies (Höhe zwischen Zinsetal und Elberndorfer Bachtal). Da es auf diesem Stück in einem Seitental einen Schießstand gibt, knallt es manchmal im Wald.

Kaminstollen im Zinsebachtal
Dreiherrnstein

Anschließend führt die Tour durch das obere Elberndorfer Bachtal hinab und durch das Seitental des Bastseifens wieder aufwärts zur Ferndorfquelle und zur Oberndorfer Höhe. In der dortigen Rothaarhütte gibt es am Wochenende oft eine Einkehrmöglichkeit. Von dort geht es durch den Quellbereich des Elberndorfer Bachs, dann auf schmalem Up-Trail zum höchsten Punkt des Siegerlands, dem Riemen, und weiter über einen Wurzeltrail (S1) zum Dreiherrnstein. Dort treffen sich die Gebiete „dreier Herrn“ (ehemalige Grafschaften Nassau und Wittgenstein und das Kurfürstentum Köln).

Ab dem Dreiherrnstein rollt es mit einem sehr steilen Zwischenstück (S2 mit teilweise losem Untergrund) abwärts in das sauerländische Krenkelbachtal zum eindrucksvollen Aquädukt, einer Bachführung über die frühere Bahntrasse, am Westeingang des alten Heinsberger Eisenbahntunnels. Der Weg verläuft von dort weiter entlang einiger, teilweise hinter Hecken versteckten Teiche talabwärts bis nach Heinsberg.

Aussichtplattform am Aquädukt

Unweit des Wegs in den Ort ist ein kleiner Abstecher zum Heinsberger Weiher möglich. Vor der Kirche geht der Weg rechts ins Tal und nach dem Sportplatz in einigen Serpentinen mitunter sehr knackig hinauf zum Hustenberg, um danach knapp 1 km auf asphaltiertem Weg (gelegentlicher Autoverkehr!) weiter zu führen. Wo die Straße nach rechts abbiegt, geht es geradeaus weiter auf dem Rothaarkamm noch einmal knapp 800 m auf Waldwegen und dann erneut auf einer Waldstraße zur malerischen Harberger/Heinsberger Hochheide.

Im Schwarzbachtal

An der Schutzhütte beim dortigen Wanderparkplatz bietet sich eine gute Pausenmöglichkeit, sind hier die größten Steigungen doch absolviert. Von der Hütte aus führt der Weg in einem Bogen durch die Heide zurück auf den Rothaarsteig und dann in das 150 m tiefer liegenden Naturschutzgebiet Schwarzbachtal. Hier hat die Wildkatze ein Zuhause gefunden. Allerdings sind nur im Winter im Schnee die Spuren des scheuen Tiers zu entdecken. Am Talende kann man links durch die Büsche einen Seeblick erhaschen, bevor es mit einer Straßenquerung über den ehemaligen Bahnhof Röspe und dann zurück entlang einer Seenlandschaft bis zum Forsthaus Röspe geht.

Der ehemalige Bahnhof Röspe

Je nach Einstiegspunkt biegt die Runde hier dann rechts in das Zinser Bachtal ein (Pkw) oder es geht über die Landstraße zurück zum Bahnhof Birkelbach.

Tipp

An Wochenenden ist die Rothaarhütte auf der Oberndorfer Höhe eine willkommene Einkehrmöglichkeit.

Unbedingt im oberen Krenkelbachtal (ca. 500 m nach dem steilen S2-Downhillstück) nach links zu den Aussichtsplattformen des alten Bahn-Aquädukts hinabsteigen. Fahrräder können oben am Geländer angeschlossen werden.

Außerdem je nach Jahrszeit sehr sehenswert die Haberger/Heinberger Heide, durch die die Tour ein Stück verläuft, und das Naturschutzgebiet im malerischen Schwarzbachtal.

Eisenbahnfreunde sollten sich den ehemaligen Bahnhof Röspe mit zwei historischen Waggons nicht entgehen lassen.

Links

Infos zur Rothaarhütte auf der Oberndorfer Höhe:

https://www.rothaarsteig.de/Gastgeber/Einkehren/Rhein-Weser-Turm-Luetzel/Rothaarhuette

Infos zum Dreiherrnstein und dem Dreiländereck

http://www.ahlering.de/_Dreilandereck_/_dreilandereck_.html

Infos zur Bahnstrecke Altenhundem-Birkelbach und dem Heinsberger Tunnel:

http://eisenbahntunnel-portal.de/lb/inhalt/tunnelportale/2863-heinsberger.html

https://web.archive.org/web/20171019075642/http://www.nebenbahnromantik.de/html/altenhundem_-_birkelbach.html

https://web.archive.org/web/20160813105629/http://www.nebenbahnromantik.de/html/body_der_heinsberger_tunnel.html

(die beiden letzten sind leider nur noch im Webarchiv abrufbar)

Infos zum Naturschutzgebiet „Schwarzbachsystem mit Haberg und Krenkelstal“

https://www.naturpark-sauerland-rothaargebirge.de/Unterwegs-im-Naturpark/Natur-entdecken/Unsere-Tipps-Unsere-schoensten-Schutzgebiete-im-Naturpark/Schwarzbachtal

(Links abgerufen: 2020-09-09)

Diese Tour ist auch bei Outdooractive gelistet.